Einfach Danke sagen……

Wie oft hören wir Eltern zu Ihren Kindern sagen: „Wie sagt man, wenn man etwas bekommt?“ Doch wie oft sagen wir eigentlich Danke? Danke aus ganzem Herzen?

Wir haben für Sie eine Nachdenk – Geschichte! Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens meinte Jean-Baptiste Massillon so trefflich.

Nehmen wir uns ihn als Vorbild – sagen wir bewußter

Danke

und sind somit auch gleich ein Vorbild für unsere Kinder! 

 Ihre Elternwerkstatt

 

Das kleine Danke

Das kleine Danke war aus der großen Wortkiste herausgefallen. Es war schon reichlich alt und aus der Mode gekommen. Nun irrte es umher und wusste gar nicht so recht, wohin es gehen sollte. Sollte es rechts gehen zu der alten Frau, die auf ihre Pflegerin wartete, die ihr bei ihren Besuchen immer so leckeren Kuchen mitbrachte, Dafür wollte sie sich doch so gern bedanken.

Oder sollte es links gehen zu der jungen Frau mit dem Kinderwagen, die gerade über die Straße gehen wollte und dem Autofahrer, der sein Auto angehalten hat, freundlich zulächelte.

Es konnte aber auch geradeaus gehen zu dem kleinen Jungen, dem der Fußball über den Zaun gekickt war und der sich darüber freute, dass der Nachbar ihn zurückgeworfen hat.

So ging das Danke einfach los in die Welt hinaus und erreichte hier und dort die Menschen. Wenn es müde vom Wandern war, suchte es sich einen Menschen aus und kroch in dessen kleines Wortkästchen. Mal war es bei einem jungen Mann, mal einem Opa, dann bei einer nette Dame oder einem kleinen Junge, einem freundlichen Mädchen und einer Oma.

Alle freuten sich über den Zuwachs in ihrem Wortkästchen. Je öfters sie sich das kleine Danke ansahen und es bewunderten, umso mehr verdoppelte es sich und wurde immer mehr und mehr. Da konnten die Leute ganz oft ein Danke weiter geben und die ganz vielen Danke-Geschwister zogen auch in die Welt hinaus.

So kam das kleine Danke ganz um die Erde herum und hieß manchmal Merci oder Thank you oder noch anders. Alle Leute, denen es in den Ländern rund um die Erde begegnete, freuten sich darüber und reichten es an einen Freund, den Nachbarn, den Bruder, den Vater, den Briefträger, den Taxifahrer, den Verkäufer, an die Friseurin, die Lehrerin, die Zeitungsfrau, an die Frau im Tierheim, an die Krankenpflegerin, die Doktorin weiter. Sie sahen ihm hinterher, wie es von Mensch zu Mensch rund um die Erde wanderte und allen Freude bereitete, denen, die es weiter gaben und denen, die es erhielten.

Manchmal verschlief das Danke den Tag in irgendeinem kleinen Wortkästchen, aber seine vielen Zwillinge waren hellwach und übernahmen es, die Menschen zu erfreuen und zum Lächeln zu bringen. Daran merkt das kleine Danke, dass es gar nicht so altmodisch ist und die Menschen immer noch Interesse an ihm haben.

Ob es schon in Deiner Stadt war und bei Dir eingezogen ist, wirst Du in Deinem kleinen Wortkästchen feststellen können. Schaue es dann oft an und verteile seine Zwillinge gut überlegt aber ohne Geiz. Ich schicke Dir mein kleines Danke, dass Du meine Geschichte gelesen und zur Kenntnis genommen hast.

(Angelike Stockinger-Sürth)

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